Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
Mutterkraut (Tanacetum parthenium), Korbblütler (Asteraceae)
Harmonische, starke Helferin Im Garten
Blühfarbe: Weiß
Essbar: Ja
Winterhart: bedingt, bis -12 Grad/bis Klimazone 8
Traditionelle Heilpflanze: Ja
Heimisch: Nein (Archäophyt: seit 1492 bei uns)
Ist das die Kamille? Nein, doch sieht sie ihr sehr ähnlich. Schauen wir genau hin, entdecken wir
deutliche Unterschiede zur Kamille. Während die Kamille zarte, gefiederte Blätter und auffällige weiße Zungenblüten hat, weist das Mutterkraut tief eingeschnittene, grüne Blätter und eine robustere Struktur auf. Die Blüten des Mutterkrauts sehen zwar recht ähnlich aus, sind jedoch kleiner, und wirken insgesamt kompakter als die der Kamille.
Das Mutterkraut ist eine mehrjährige Pflanze, die für ihre heilenden Eigenschaften geschätzt wird. Sie bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden und ist häufig in Gärten oder an Wegesrändern zu finden. Mischkulturen mit Mutterkraut können sehr vorteilhaft für den Garten sein. Die Pflanze harmoniert mit verschiedenen Gemüsesorten wie Tomaten, Kohl und Karotten, da sie Schädlinge abwehrt das Wachstum fördert. Zusätzlich zieht Mutterkraut nützliche Insekten an, die zur Bestäubung beitragen. Durch die Kombination mit anderen Pflanzen kann das Mutterkraut die Bodenqualität verbessern und ein gesundes, ausgewogenes Ökosystem im Garten unterstützen.
Der wissenschaftliche Name "Tanacetum parthenium" setzt sich aus zwei Teilen zusammen. "Tanacetum" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "unsterblich" oder "ewig", was auf die traditionellen Verwendung der Pflanze hinweist. Der zweite Teil, "parthenium", leitet sich von "Parthenon" ab, dem berühmten Tempel in Athen, der der Göttin Athena gewidmet ist. Diese Namensgebung auch im Kontext des umgangssprachlichem Namen Mutterkraut, spiegelt die Rolle der Pflanze als natürliche Unterstützung für Frauen im Laufe der Geschichte wider. Hildegard von Bingen, eine bedeutende mittelalterliche Mystikerin und Heilerin, erkannte die Vorteile des Mutterkrauts und empfahl es in ihren Schriften. Sie beschrieb die Pflanze als sehr wirksam insbesondere bei Frauenleiden und Migräne. Hildegards Ansichten über die heilenden Eigenschaften des Mutterkrauts trugen dazu bei, die Pflanze in der Naturheilkunde zu etablieren und ihre Verwendung im Laufe der Jahrhunderte zu fördern. So weisen einige aktuelle Studien darauf hin, dass Mutterkraut entzündungshemmende und krampflösende Eigenschaften besitzt, die zur Schmerzlinderung beitragen können.
Andere Bezeichnungen: Falsche Kamille, Fieberkraut, Zierkamille
Pflanzenart: mehrjährig
Blühzeit: Mai-August
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig bis lehmig
Höhe: 30- 60 cm
Pollenwert: + + + +
Nektarwert: + + + +
Wildbienen: 73 (davon haben sich 12 auf das Mutterkraut spezialisiert)
Schmetterlinge: 2
Raupen: 3
Käfer: 1
