Beifuss (Artemisia vulgaris) Mutter aller Heilpflanzen

Blühfarbe: Gelb

Essbar: Ja

Winterhart: Ja

Traditionelle Heilpflanze: Ja

Heimisch: Ja



Wer erkennt sie noch - die Mutter aller Heilpflanzen? 

Silbrig schimmern die Blätter, wenn der Wind durch den Beifuß fährt. Er ist eine mehrjährige Kräuterpflanze, die in vielen Teilen der Welt vorkommt. Sie zeichnet sich durch ihre aufrechten, verzweigten Stängel und die gefiederten, graugrünen Blätter aus, die einen intensiven, aromatischen Duft verströmen. Die Pflanze blüht von Juli bis Oktober und bildet erst spät im Jahr ihre kleinen, gelblich-braunen Blütenstände aus.

Die robuste Struktur und das tiefreichende Wurzelsystem ermöglichen es, auch in windigen Lagen stabil zu bleiben. Wind kann sogar dazu beitragen, Pollenkörner von Beifuß zu verbreiten, was zur Fortpflanzung der Pflanze beiträgt. Außerdem können die Blätter im Wind einen charakteristischen Duft verströmen, der Insekten anzieht. 

Häufig wächst der Beifuss an Wegrändern, in Wiesen, und in ruderalen Gebieten, wo der Boden gestört ist. Beifuß kann sich gut an verschiedene Bedingungen anpassen, ist jedoch besonders in nährstoffreichen Böden und in der Nähe Wasserquellen zu finden. Gute Nachbarn im Garten sind Pflanzen wie Ringelblume, Thymian und Salbei, die ähnliche Standortansprüche haben und sich gut mit dem Beifuß kombinieren lassen. Unser heimischer Beifuß zieht unzählige nützliche Insekten an, die das Gesamtökosystem im Garten stärken.

In machen alten Kräuterbüchern findet man noch die Bezeichnung Mugwurz. Mug leitet sich aus dem keltischen von Wärme und Kraft ab. So finden wir es einerseits in der TCM als sogenanntes Moxakraut oder in der heimischen Tradition als Kraut, welches in Form eines abendlichen Fußbades die ganze Nacht für warme Füße sorgt. Beifuß stärkt das Lebensfeuer heißt es!

Artemisia - einst der Göttin Artemis geweiht, der Göttin der Geburt und der Frauen, wurde im Verlauf der Jahrhunderte stets den weiblichen Gottheiten zugeordnet. Auch heute setzt die traditionelle Heilkunde Beifuß hauptsächlich in der Frauenheilkunde ein. Doch viele weitere Aspekte machen sie zu einer echten Mutter aller Heilpflanzen. So wird sie auch zur Linderung von Magenbeschwerden und zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt. 

Achtung: Da der Beifuss abortiv wirkt, sollte man ihn nicht in der Schwangerschaft innerlich anwenden.


Andere Bezeichnungen: Johannesgürtelkraut, Jungfernkraut, Mugwurz, Schoßwurz, Allheal, Sonnenwendkraut, Weiberkraut,


Pflanzenart:  mehrjährig

Blühzeit:  Juli-Oktober

Standort:  Sonne, Wind

Boden:  normaler Boden

Höhe:  60- 180 cm


Pollenwert+ + + +

Nektarwert:  + + + +

Wildbienen 72 (davon haben sich 12 auf den Beifuß spezialisiert)

Schmetterlinge: 1

Raupen: 45 (davon haben sich 10 auf den Beifuß spezialisiert)

Käfer: 3

Schwebfliegen: 25


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