Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium)
Blühfarbe: weiß
Essbar: Ja
Winterhart: Ja
Traditionelle Heilpflanze: Ja
Heimisch: Ja
Auf sommerlichen Wiesen begegnen wir diesen feinen, wolkengleichen weißen Blüten mit dem überraschend starkem Stengel.
Die Schafgarbe wächst in guter Nachbarschaft mit der wilden Möhre, dem Wiesenlabkraut, Wiesenwitwenbumen, Margariten und vielen weiteren Wiesenpflanzen.
Doch sie allein versorgt bereits ca. 82 Wildbienenarten und stellt somit einen enormen Gewinn für die Biodiversität und die Artenvielfalt dar. Dazu ist sie auch noch völlig unkompliziert im Anbau, robust, winterhart und hitzeresistent! Dieses alte Pflanzenwesen diente bereits schon vor 60.000 Jahren als Grabbeigabe, wie Funde im Iran belegen. Und auch die griechische Mythologie erzählt uns von ihr, hier dient sie den Göttern als Wundheilkraut. So soll der Name Achillea auf den großen Krieger Achilles zurückgehen, welcher sich auf dem Schlachtfeld vor Troja verletzte. Doch Aphrodite (ein weiterer Name der Venus) erschien und brachte ihm das Heilkraut, auf das seine Achillesferse heilte. Es ist natürlich kein Zufall, das eine weibliche Gottheit die Schafgarbe brachte. Denn bis heute kennt man den Spruch von Pfarrer Sebastian Kneipp: „Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib“.
Es lassen sich noch viele weitere Mythen über die Schafgarbe und ihre Namen erzählen. Doch ihre enorme Heilkraft lässt uns auch in die Werke der modernen Medizin schauen: Studien zufolge hat die Schafgarbe nämlich tatsächlich eine antibakterielle, entzündungshemmende und krampflösende Wirkung. Wie schön, wenn Tradition und Moderne zusammenkommen.
Mit dieser heimlichen Verwandten der Kamille, laden Sie sich das Artenreichtum, ja das Leben pur in ihren Garten ein!
Andere Bezeichnungen: Augenbraue der Venus, Zimmermannskraut, Frauendank, heil aller Welt, Tausendblatt, Blutstillkraut
Korbblütler (Asteraceae)
Pflanzenart: Staude
Blühzeit: Juni-Oktober
Standort: Sonne
Boden: trocken und nährstoffreich, durchlässig, Staunässe vermeiden
Höhe: 30- 50 Zentimeter hohe Staude
Pollenwert + + + +
Nektarwert + + + +
Wildbienen 82 (davon haben sich 13 auf die Schafgarbe spezialisiert)
Schmetterlinge 12
Raupen 39 (davon haben sich 5 auf die Schafgarbe spezialisiert)
Käfer 3
Schwebfliegen 16
